Generalversammlung 2020

Jahresbericht statt der GV 2020

Liebes Aktion-Rhy-Mitglied,

Leider konnten wir die ursprünglich einmal für den 28. April vorgesehene Generalversammlung aus bekanntem Grund nicht durchführen. Der Vorstand hat deshalb beschlossen, unseren Mitgliedern mit diesem Schreiben eine Zusammenfassung über die Aktivitäten der Aktion Rhy im vergangenenJahr vorzulegen, ebenso einen Kassenbericht, bzw. eine Erfolgsrechnung und Bilanz für das Jahr 2019.

In diesem Zusammenhang erlauben wir uns, dieser Post auch einen Einzahlungsschein beizulegen und hoffen natürlich, dass Sie auch weiterhin  Ihren Mitgliederbeitrag von 30 Franken berappen werden.

Im weiteren wünschen wir allen eine schöne Rheinsaison mit vielen fröhlichen, sonnigen Stunden — und natürlich beste Gesundheit!

für die «Aktion Rhy»

 

 

Aktion Rhy Jahresbericht 2019/2020

Auch im vergangenen Jahr war der Vorstand der Aktion Rhy auf mehreren Ebenentatig:

Stachelkurs: Der Stachelkurs fand letztes Jahr mit sieben (bisher sechs) Weidlingen statt, wie Koordinator Dani Böhringer mitteilt: «Alle  Beteiligten hatten wie jedes Jahr viel Spass. Die Kursteilnehmer waren wegen des hohen Wasserstands (800 m*/s) sehr gefordert, konnten jedoch umso mehr profitieren. Anfangs Juli fand der Schlussabend statt, und Schaffhausen hat wieder 21 zusätzliche Weidlingskapitäne und  -kapitäninnen. Der Kurs für das Jahr 2020 war im November 2019 bereits wieder ausgebucht».

Weidlingsteilet: Die Finanzierung zur Erstellung der Weidlingssharing Plattform myweidling konnte durch das Projektteam (Reto Coutalides, Paul Engelhart, Dani Böhringer) gesichert werden. Neben Werbebannern verschiedener teils namhaften Firmen wie IWC und Merck sowie einigen Schaffhauser Gewerbebetrieben beteiligt sich auch die Jakob und Emma Windler Stiftung mit einem substantiellen Beitrag am Projekt.
Die Programmierungsarbeiten der Firma Appmanufacture kommen gut voran, Anfangs Mai sollte eine erste Beta-Version vorliegen. Zurzeit wird noch ein Versicherungsmodell erarbeitet, so dass die Risiken der Vermieter abgedeckt sind. Diese Prämien werden durch das Budget für den Betrieb der ersten zwei Betriebsjahre gedeckt. Nach zwei Jahren wird entschieden, ob die Plattform weiter betrieben wird.
Zurzeit werden Vereine oder Privatpersonen gesucht, welche ihren Weidling zur Verfügung stellen. Wer Interesse hat oder jemanden kennt der sich dafür interessiert (Mitgliedschaft bei Aktion Rhy ist nicht Bedingung) meldet sich bitte bei einem Mitglied des Projektteams. Läuft alles nach Plan und macht uns die Corona-Krise keinen Strich durch die Rechnung, sollte am 9. Juni die Pressekonferenz stattfinden und die Seite offiziell lanciert werden. Für den Systemadministrator braucht es noch eineStellvertretung. Wer sich interessiert, soll sich doch bitte bei Reto Coutalides (rc@coutalides.ch) melden, dieser erklärt die Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

Contempo-Peis: Von der Nominationsgruppe kam die Anfrage, ob wir uns für den diesjährigen Contempo-Preis bewerben wollen. Dieser wird für herausragende soziokulturelle Projekte verliehen, in diesem Fall wäre das spezifisch unser Weidlingsteilet Projekt. Die Nomination ist für uns eine Ehre, und wir sind natürlich gespannt auf das Resultat.

Abetriibete: Die Jungen im Vorstand haben am 7. September 2019 erstmals eine «Abetriibete» organisiert — eine ebenso einfache wie bestechende Angelegenheit: Es wurde, wie geplant, ein Fest für alle Rheinliebhaberinnen, Kanuten, Stachlerinnen, Schwimmerinnen und Gummniböötlerinnen (männliche Beteiligte sind mitgemeint): Man traf sich am frühen Nachmittag in der Laag — auf der Wiese, es war prächtiges Wetter — unter dem Motto «Bring your own food, drink our beer». Neben Essen und Trinken gab es diverse Spielangebote, und sogar das Schifferstechen aus früheren Jahren wurde zum Gaudi aller wiederholt. Um 18 Uhr kam es dann zur «Abstossete», und alle treibbaren Untersätze liessen sich den Rhein hinunter treiben. Diejenigen, die noch wollten (das waren viele), trafen sich anschliessend am grossen AL-Fest im Mosergarten. Die Organisatoren haben sich vorgenommen, den Anlass im kommenden Jahr (2021) zu wiederholen.

Lokaltermin Schaarenufer: Bekanntlich wurde im vergangenen Winter das Ufer im unteren Schaaren von Peter Hunziker und seinen Leuten von der Abteilung «Uferunterhalt des Kraftwerks Schaffhausen» neu gestaltet. In der Folge lud er die Mitglieder der Aktion Rhy zu einer Besichtigung vor Ort ein, als die Arbeiten bereits begonnen hatten. Das Interesse war enorm: rund 50 Interessierte kamen zum Treffpunkt beim Fährenhalt in Büsingen; die Fähre musste dreimal in den Schaaren übersetzen. Dort erläuterten Hunziker und Petra Bachmann vom Naturschutzamt des Kantons Schaffhausen die Arbeiten am Ufer und die Überlegungen dazu. Es gab eine rege Diskussion, und obwohl nicht alle sofort die Notwendigkeit des «Umbaus» einsahen, gab es niemanden, der sich grundsätzlich dagegen äusserte. Das Resultat, das sich seit dem Frühling präsentiert, kann sich wirklich sehen lassen und wird auch die Skeptischen unter uns überzeugt haben: Der Schaaren ist weiter und offener geworden, die Wiesenfläche hat sich entgegen Befürchtungen nicht verkleinert und, vor allem: jetzt ist der barrierefreie Zugang zum Wasser gewährleistet. Ein gelungenes Werk – eine wirkliche Aufwertung.

Aussichten
Konkrete Vorstellungen oder Aktivitäten sind vom Vorstand zur Zeit nicht geplant. Doch wie die vor kurzem bekannt gewordene Missachtung des fifty-fifty-Gebots durch den Stadtrat bzw. die Stadtpolizei zeigt, wird uns die Arbeit nicht ausgehen, wir werden in dieser Sache bei den zuständigen Stellen nachhaken.

Auch die Wiffen-Diskussion – eben erst wieder ins Gespräch gekommen, weil sechs (!) Wiffen offensichtlich entbehrlich sind und deshalb gefällt werden können — werden wir genau beobachten. Viel interessanter ist die jetzt (endlich) ins Spiel geratene Idee, es einmal mit Bojen zu probieren (was wir schon seit Jahren vorschlagen).

April 2020                                                                   Rene Uhlmann