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Rund 1600 Unterzeichner fordern eine Rückkehr zur ­alten 50:50-Regelung zwischen Motorbooten und ­motorlosen Weidlingen bei den Schaffhauser Liegeplätzen.

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Übergabe der Unterschriften: Stadtschreiber Christian Schneider, Elisabeth Wihler, Stadtrat Simon Stocker, «Aktion Rhy»- Präsident René Uhlmann, Marianne Wildberger und AL-Grossstadtrat Daniel Böhringer (v. l.). Bild Selwyn Hoffmann

SCHAFFHAUSEN Im Februar hatte der Schaffhauser Stadtrat Simon Stocker (AL) ein neues Reglement über die Benutzung der Bootsliegeplätze vorgestellt. Seit 1986 hatte das Reglement verlangt, dass höchstens die Hälfte der in Schaffhausen liegenden Boote motorisiert sein dürfe. Diese Motorenbegrenzung hatte der Stadtrat mit dem neuen Reglement aufgehoben.

Dagegen regt sich Widerstand. Gestern hat der Verein «Aktion Rhy» seine Volksinitiative zur Beibehaltung der «Fifty-fifty-Regelung» eingereicht. Vor dem Schaffhauser Stadthaus versammelten sich zahlreiche Unterstützer. Bereits sind 1558 Unterschriften beglaubigt. Zusätzlich wurden gestern nochmals rund 50 Unterschriften nachgereicht. «Es werden am Schluss über 1600 sein», sagte René Uhlmann, Präsident der «Aktion Rhy». Nötig sind in der Stadt 600 Unterschriften. Der Stadtrat hat nun ein halbes Jahr Zeit, um dem Parlament eine Vorlage zu unterbreiten. Danach kann die Bevölkerung dar­über entscheiden, ob der Anteil motorisierter Boote wieder begrenzt werden soll. «Wir haben keinen Streit mit den Motorbootfahrern gesucht», sagte Köbi Hirzel von der «Aktion Rhy». Es gehe ­lediglich um eine gewisse Begrenzung der Bootsmotoren. «Das wichtigste ­Argument dafür ist die Lärmbelastung», sagte Marianne Wildberger. «Wir wollen mehr Ruhe auf dem Rhein.»
(Schaffhauser Nachrichten vom 25.5.2016 / dj.)

 


 

AZ – Interview vom 14. April 2016

«Aktion Rhy» und «Bootsclub Schaffhausen» kreuzen die Klingen

Stachel gegen Schiffsschraube

von Marlon Rusch
az Kurt Bürki, als langjähriger Präsident des Bootsclubs besitzen Sie bestimmt selbst ein Boot.
Kurt A. Bürki Ja klar, ein offenes Boot mit einem sauberen Innenborder. Es liegt in Büsingen.
Wo fahren Sie damit hin?
Bürki In neun von zehn Fällen den Rhein hoch bis etwas oberhalb der Hemishoferbrücke. Dort gibt es auf der linken Seite eine Bucht, wo man gut aussteigen kann. Der Spass daran ist übrigens nicht, stundenlang rumzufräsen. Das Schönste ist, sich den Rhein hinuntertreiben zu lassen.
René Uhlmann Dann sind wir uns ja für einmal einig.
Können Sie eigentlich stacheln, Herr Bürki?
Bürki Nein, ich kann und darf nicht. Ich habe seit meiner Jugend Verwachsungen im Rücken.
Uhlmann Sonst hätten Sie einen Stachelweidling?
Bürki Kaum. Ich mag Sportarten, bei denen ich bewegt werde. Skifahren zum Beispiel, oder Reiten. Da läuft das Pferd.
Uhlmann Das geht mit Ihrem Rücken?
Bürki Mittlerweile leider nicht mehr.
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Pressekonferenz vom 11. April 2016

gruppefeaturedDie Fifty-fifty-Regelung bei den Schaffhauser Bootspfosten soll beibehalten werden: Nur die Hälfte der Boote soll motorisiert sein dürfen. Das fordert die «Aktion Rhy».
VON DANIEL JUNG
Im Februar hatte der Schaffhauser Stadtrat ein revidiertes Reglement über die Benützung der Bootsliegeplätze vorgestellt, das nun seit Anfang April in Kraft ist. Mit der Revision hob der Stadtrat die zuvor gültige 50:50-Regelung auf: Bisher durfte höchstens die Hälfte der Boote motorisiert sein. Neu fällt diese Beschränkung weg: Alle Bootsbesitzer dürfen ihr Gefährt mit einem Motor ausstatten. Gegen diese Freigabe der Bootsmotoren wehrt sich die «Aktion Rhy» um Präsident René Uhlmann entschieden. Gestern hat der Verein die Volksinitiative «Bootsliegeplätze fifty-fifty – für Ruhe und Erholung am Rhein» lanciert. Nun sammeln die Mitglieder Unterschriften. Weiterlesen


 

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Stammtisch Radio Munot

logoStammtisch vom 19. März 2016 (Dauer: 59:26)
Thema: Weidlingspfosten, 50/50 Regelung.
Teilnehmer: Simon Stocker, Urs Tanner,
René Uhlmann und Thomas Hauser
Moderation: Christian Stamm

 


 

Wellenerosion am Rhein

Ufererosion am Thurgauer Hochrhein zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen.
Auswirkungen der Wellen des Schiffs- und Motorbootsverkehrs (1986).
Andreas Huber / Heinz W. Weiss
Download PDF, 450 Seiten, 32 MB